Was ich da so auf netzpolitik.org lesen darf, stimmt mich ein wenig verwirrt über den technischen Background des Herrn Kommilitonen. Ich zitier mal fix:
"Durch meinen aktuellen Auslandsaufenthalt kann ich mich mit meinem Anwalt nur elektronisch in Verbindung setzen. Nachdem all meine privaten E-Mail-Adressen gesperrt wurden, musste ich auf einen Freemailer ausweichen. Nur sind die in Deutschland zur Vorhaltung aller E-Mails an die Polizei verpflichtet. Ein vertrauliches Gespräch mit einem Anwalt ist damit unmöglich, und mir bleibt die Möglichkeit zur Verteidigung verwehrt."
Ok, also das Problem ist recht einfach. Der Betroffene befindet sich derzeit im Ausland und macht wahrscheinlich nen Praktikum oder Erasmus. :D Jetzt raiden die daheim seine Wohnung und blocken anscheinend auch seinen Unizugang. Das ist ein übeles Szenario imho. Allerdings behauptet er nun, er könne nicht mehr vertraulich mit seinem Anwalt kommunizieren.
Da frag ich doch berechtigt: Warum haben die nicht bereits im Vorherein PGP-Keys ausgetauscht? Warum vertraut er seinem Provider und den Freemailern aber nicht? Ich würde beiden nicht vertrauen. Wenns was gibt, was niemanden was angeht, dann geht das nur über PGP.
Wenn der Anwalt technisch nicht so bedarft ist, hätte man vielleicht im Vorherein Abhilfe schaffen sollen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass was die Politik da in Bayern anstellt, ungeheuerlich ist. Und das alles nur wegen des
Skype-PDFs was in der Tat interessant ist. Aber das stimmt mich traurig ... was mit unserem Rechtsstaat derzeit passiert.